Steuererklärung ausfüllen – Tipps und Tricks

Pünktlich zum Jahresbeginn flattern die Unterlagen für die Steuererklärung ins Haus. Was Sie für das Steuerjahr 2018 beachten müssen.    

Was häufig vergessen geht:

- Aus- und Weiterbildungskosten?
- Fremdbetreuung Kinder?
- Abzug Krankheitskosten möglich?
- Spenden und Parteibeiträge?
- Schenkungen, Erbschaften, Anteile an Erbengemeinschaften?
- Einkommens- und Vermögensgrenze Prämienverbilligung?
- Ist die Vermögensentwicklung nachvollziehbar?

Änderungen in der Steuerperiode 2018:

Die Änderungen gegenüber der Steuerperiode 2017 sind überschaubar. An den Hauptformularen der Steuererklärung wurden keine Anpassungen vorgenommen. 

Für viele Steuerpflichtige wird sich wohl am ehesten die Beschränkung des Fahrtkostenabzugs spürbar auf die Steuerbelastung auswirken. Bei den Staats- und Gemeindesteuern gilt ab 2018 eine Begrenzung auf Fr. 5‘000.-. Dies entspricht ungefähr einem Arbeitsweg von 15 Kilometern (mit dem Auto, bei 100%-Pensum, 2x täglich). Bitte beachten Sie, dass Sie die Benutzung eines privaten Motorfahrzeuges nur ausnahmsweise geltend machen können (siehe Wegleitung Seite 17). Bei Selbständigerwerbenden sind zudem die Autos meist ein Bestandteil des Geschäftsvermögens. Entsprechend werden die Kosten dem selbständigen Einkommen belastet. Ein zusätzlicher Fahrtkostenabzug wird in dieser Kombination nicht akzeptiert.            

Unter Ziffer 16.2 der Steuererklärung können berufsorientierte Aus- und Weiterbildungskosten in Abzug gebracht werden. Neu weist das Steueramt explizit darauf hin, dass sämtliche in Abzug gebrachte Aufwände belegmässig nachzuweisen sind. Bei der Definition, welche Weiterbildungskosten abzugsfähig sind, besteht ein relativ grosser Spielraum. Grundsätzlich muss es sich um eine berufsorientierte Aus- oder Weiterbildung handeln. D.h. die gewonnenen Erkenntnisse müssen bei einer aktuellen oder künftigen Tätigkeit angewendet werden können.             

Die Zinssätze auf den Steuerbeträgen bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Vorauszahlungen bis am 30.09. werden bei den Staats- und Gemeindesteuern mit 0.5% Vergütungszins honoriert. Für zu tiefe provisorische Zahlungen sind 0.5% Ausgleichszins geschuldet. Bei der direkten Bundessteuer beträgt der Vergütungszins 0% und der Verzugs- und Rückerstattungszins 3.0%.       

Fristerstreckungen:

Unselbständigerwerbender/e müssen die Steuererklärung bis am 31.März einreichen. Sie können die Frist jedoch bis am 30.September erstrecken. Sofern Sie selbständig sind, gewährt Ihnen das Steueramt regulär bis am 30.September Zeit, die Steuererklärung einzureichen. Die Frist kann jedoch noch um 2 Monate verlängert werden (30.November). Falls Sie zusätzlich eine Steuererklärung in einem anderen Kanton einreichen müssen (z.B. für ausserkantonale Liegenschaften), müssen sie dort dem Fristenlauf ebenfalls Beachtung schenken.      

Für Fragen steht Ihnen das Team der AGRO-Treuhand Region Zürich AG gerne zur Verfügung.

AGRO-Treuhand Region Zürich AG

Michael Walti